„Stighag ist ein Vorzeigeprojekt“

Bruno Heinzelmann (3. v. r.) zusammen mit den Initianten der Sporthalle Stighag (Fotograf: Andreas Suter).

Vor den Augen zahlreicher Vereinsmitglieder und Interessierten erfolgte gestern Abend der Spatenstich zur neuen Sporthalle Stighag in Kloten. In einem Jahr sollen direkt neben der Fussballanlage die ersten Trainings und Spiele stattfinden. Dazu soll die Halle als Vorzeigeprojekt fungieren.


„Ein grosser Moment ist gekommen“, eröffnete gestern Abend Mitinitiant Bruno Heinzelmann den Spatenstich-Event. „Ein grosser Moment für die Stadt Kloten, den Sport und vor allem die vielen Spieler und Spielerinnen der Kloten-Dietlikon Jets“. Dem konnten auch Regierungsrat Mario Fehr sowie Klotens amtierender Stadtpräsident René Huber in ihrer anschliessenden Rede nur beipflichten. Wie gross die Sehnsucht in Kloten nach einer zusätzlichen Halle und somit der Entschärfung der Hallenproblematik ist, zeigt der grosse Aufmarsch. Über 200 Vereinsmitglieder und Interessierte – darunter auch swiss unihockey Zentralpräsident Daniel Bareiss – säumten die Parzelle, auf welcher das knapp über vier Millionen teure Projekt zu stehen kommt. „Ein so grosses Interesse habe ich in bei einem Spatenstich noch nie erlebt“, zeigt sich Heinzelmann gerührt.

Seit Jahren viel Zeit investiert

Eine lange Zeit der Suche, Projektierung und Finanzierung haben er und der Stiftungsrat hinter sich. Jahrelang hatte sich Heinzelmann im In- und Ausland zahlreiche Hallen angeschaut, Gespräche mit Politikern, Unternehmern und Vereinen geführt. Ausschlaggebend für sein Engagement sei gewesen, als die Jets im Jahr 2009 die Mädchen- und Frauenabteilung schliessen mussten. Hinzu kam der Entscheid, dass die Militärhalle in einigen Jahren abgerissen werden muss und damit noch weniger Hallenplätze zur Verfügung stehen werden. Dann ging es auf die Suche nach Lösungen. Auf einen Vorstoss Heinzelmanns im Gemeinderat bekam er vom Stadtrat die Antwort, dass der Bedarf an weiteren Hallen zwar vorhanden ist, die Stadt jedoch kein Geld habe, um etwas Neues zu erstellen. Private Initiativen würden jedoch unterstützt.

Stighag als Vorzeigeprojekt

Was die Stiftung Sporthalle Stighag mit den Mitinitianten Heinz Eberhard, Rolf Nussbaumer und weitere Persönlichkeiten aus Sport und Wirtschaft auf die Beine stellt, mache Heinzelmann stolz: „Die Sporthalle ist ein Vorzeigeprojekt. Knappe Hallenzeiten sind nicht nur in Kloten ein Problem. Dieses Projekt soll andere Personen und Vereine dazu ermutigen, sich für bessere Hallenkapazitäten und den Sport einzusetzen“. Die Stadt Kloten überlässt der Stiftung das Land im Gratisbaurecht für 50 Jahre, dazu stellt die Stadt Kloten der Stiftung 1,75 Millionen Franken in einem zinsgünstigen Darlehen zur Verfügung. „Der Rest ist privat finanziert.“ Zu stehen kommt die Halle auf einer Parzelle der Stadt Kloten in unmittelbarer Nähe des Fussballplatzes Stighag. Der Verkehrsknotenpunkt „Zum Wilden Mann“ in Kloten mit perfekten Anbindungen zum Flughafen und in alle Himmelsrichtungen ist in wenigen Gehminuten erreichbar.

Als symbolischer Akt des Spatenstichs wurde die erste Baggerschaufel ausgehoben, bevor beim abschliessenden Apero der Abend ausgeklungen wurde. Und Eines vereinte alle Teilnehmer des Spatenstichs: Ihre Leidenschaft für den Sport und die grosse Vorfreude auf die neue Halle.